Impuls Nr. 155
„Schwestern und Brüder!
Das tut im Wissen um die gegenwärtige Zeit: Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlaf.“
Es scheint fast so, als könnte mit diesen Worten tatsächlich ein Impuls oder ein Brief in der heutigen Zeit beginnen. Die Anrede kommt aber aus einem anderen Kontext, sie steht am Anfang der Lesung am 1 Adventsonntag und ist an die Gemeinde in Rom gerichtet.
Und doch scheint diese Anrede auch in die heutige Zeit zu sprechen.
Jetzt sollen hier keine Ratschläge erfolgen, wie das Leben in der Adventszeit zu gestalten ist. Ich bin mir sicher Wege und das für sich passende sollte jede und jeder für sich entdecken dürfen.
Mich stimmt aber die Anrede, die Paulus an die Gemeinde in Rom richtet, nachdenklich, ruft sie doch mit einem Schlagwort der heutigen Zeit versehen zur Achtsamkeit auf. Wenn ich mich aufwecken lasse und zur Achtsamkeit einladen lasse weitet sich mein Blick und ich darf auf mich selber schauen, was brauche ich gerade, was ist für mich dran, was tut mir gerade gut.
Aus dieser Haltung heraus bin ich dann vielleicht auch wach und aufmerksam, um in die gegenwärtige Zeit zu schauen. Was prägt für mich diese Zeit, welche Herausforderungen sehe ich, was tut gerade gut und schenkt Hoffnung, bei allen Sorgen und Fragen?
Diese offenen Fragen laden mich dazu ein adventlich zu leben, adventlich Leben bedeutet für mich in diesem Jahr mich einzulassen auf eine Wegzeit, einen Weg geprägt durch den Gedanken des Heiligen Jahres 2025 Pilger der Hoffnung zu sein.
Welche Hoffnung trage ich in der gegenwärtigen Zeit, was macht mir Mut und wie ermutige auch ich Andere? Spätestens jetzt bin ich wirklich wach, ich habe keine fertigen Antworten aber ich spüre, es lohnt sich, mich auch in der gegenwärtigen Zeit auf den Weg zu machen und nach meiner Hoffnung zu suchen und wer weiß vielleicht gehen auch Sie mit, hinein in den Advent 2025.
So wünsche ich uns eine gesegnete und hoffnungsvolle Adventszeit 2025 in der gegenwärtigen Zeit, ermutigt durch eine Vision die ihre Gültigkeit nicht verliert: Hoffnung trägt und es stärkt einander wenn wir Hoffnung teilen, gerade die Hoffnung auf Frieden:
Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden
und ihre Lanzen zu Winzermessern.
Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation,
und sie erlernen nicht mehr den Krieg.
Haus Jakob, auf,
wir wollen gehen im Licht des HERRN.
Eine lichtreiche Adventszeit wünscht
Pastoralreferent Andreas Strüder